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Gartenarbeit im September: Ernten, pflegen & weiter anbauen 🌱🍅

  • 4 Minuten Lesedauer

Der September ist ein ganz besonderer Monat im Gemüsegarten: Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu, aber von Herbstpause ist noch lange nichts zu spüren. Im Gegenteil – jetzt können viele Gemüsearten noch einmal richtig durchstarten und bescheren uns eine besonders reiche Ernte.

Tomaten und Paprika hängen voller Früchte, Zucchini wollen regelmäßig geerntet werden und auch bei Kürbissen tut sich noch einiges. Gleichzeitig werden die Tage kürzer, die Nächte kühler und der Herbst kündigt sich langsam an.

Der September ist deshalb die perfekte Zeit, weiter zu ernten, die Beete gut im Blick zu behalten und gleichzeitig Platz für Herbstgemüse zu schaffen.

Jetzt ist Erntezeit!

Viele Sommergemüse befinden sich im September in ihrer Haupt-Erntephase. Regelmäßiges Ernten lohnt sich dabei gleich doppelt: Du bekommst leckeres Gemüse auf den Teller und regst viele Pflanzen gleichzeitig dazu an, weitere Früchte zu bilden.

Tomaten

Bei Tomaten geht es jetzt oft Schlag auf Schlag. Reife Früchte solltest Du regelmäßig ernten, damit die Pflanze ihre Energie weiterhin in die noch vorhandenen Früchte stecken kann. Und auch wenn die Temperaturen nachts langsam sinken, müssen grüne Tomaten nicht automatisch verloren sein. Wenn sich gegen Ende September deutlich kühlere Temperaturen ankündigen, kannst Du die noch grünen Früchte ernten und an einem warmen, geeigneten Platz nachreifen lassen.

Paprika

Auch Paprika können im September weiter an der Pflanze ausreifen. Je nach Sorte verändern die Früchte dabei ihre Farbe von Grün zu Rot, Gelb oder Orange. Wer regelmäßig erntet, schafft Platz für die nächsten Früchte.

Zucchini

Bei Zucchini gilt weiterhin: lieber regelmäßig und etwas kleiner ernten als zu lange warten. Aus einer kleinen Zucchini kann innerhalb weniger Tage ein beeindruckend großes Exemplar werden. Regelmäßiges Ernten hält die Pflanzen außerdem dazu an, weiterhin neue Früchte zu bilden.

Kürbis

Beim Kürbis heißt es dagegen noch etwas Geduld haben. Viele Kürbisse brauchen im September noch Zeit, um vollständig auszureifen. Ein Hinweis auf die Reife kann beispielsweise ein trockener, verholzter Stiel und eine sortentypische Färbung sein. Die Schale sollte fest und möglichst hart sein.

Da Kürbisse empfindlich auf Beschädigungen reagieren können, solltest Du sie bei der Ernte vorsichtig behandeln.

Was kann im September noch im Beet bleiben?

Nicht alles muss jetzt sofort geerntet werden. Viele Gemüsearten können noch einige Zeit im Beet bleiben und weiterwachsen.

Dazu gehören beispielsweise:

Karotten
Rote Rüben
Kohl
verschiedene Salate
Sellerie
Lauch

Gerade Wurzelgemüse kann häufig noch im Boden bleiben und dort weiter an Größe gewinnen.

Wichtig ist dabei aber immer, die jeweilige Sorte und die Wetterentwicklung im Auge zu behalten. Wenn sich längere Kälteperioden oder Frost ankündigen, kann es sinnvoll sein, empfindlichere Kulturen vorher zu ernten.

Der September ist auch Pflanzzeit

Wer denkt, dass im September nichts mehr ausgesät werden kann, liegt falsch!

Einige Gemüsearten fühlen sich gerade bei den milderen Temperaturen im Spätsommer und Herbst besonders wohl. Je nach Wetter und Standort können beispielsweise noch Feldsalat, Spinat, Radieschen oder verschiedene Herbstsalate ausgesät beziehungsweise gepflanzt werden.

Dabei gilt: Je später im Jahr, desto langsamer wächst das Gemüse. Die kürzer werdenden Tage und niedrigeren Temperaturen bremsen das Wachstum zunehmend.

Deshalb solltest Du für späte Aussaaten vor allem schnell wachsende Sorten auswählen.

Freie Flächen nicht einfach sich selbst überlassen

Wenn ein Beet nach der Ernte frei wird, stellt sich die Frage: Was nun?

Eine Möglichkeit ist, noch eine Herbstkultur anzubauen. Wenn das nicht mehr sinnvoll ist, solltest Du den Boden möglichst nicht dauerhaft offen liegen lassen.

Hier kommt die Gründüngung ins Spiel. Pflanzen wie Phacelia oder Buchweizen können auf freien Flächen für eine gewisse Zeit wachsen und dabei den Boden bedecken.

Sie helfen dabei, den Boden vor Austrocknung und Erosion zu schützen, unterdrücken Unkraut und bieten Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Bodenorganismen.

Gerade im September ist daher ein guter Zeitpunkt, sich Gedanken darüber zu machen, wie die frei werdenden Flächen weiter genutzt werden können.

Weniger Hitze bedeutet nicht automatisch weniger Wasser

Im September sind die Temperaturen häufig angenehmer als im Hochsommer. Trotzdem können trockene und sonnige Phasen auftreten.

Deshalb solltest Du weiterhin regelmäßig prüfen, ob Dein Boden ausreichend feucht ist.

Ein einfacher Test: Stecke Deinen Finger einige Zentimeter tief in die Erde. Fühlt sich der Boden dort noch feucht an, musst Du nicht unbedingt gießen. Ist er trocken, freuen sich die Pflanzen über eine gründliche Wassergabe.

Dabei gilt weiterhin: Lieber seltener und dafür durchdringend gießen als häufig nur ein bisschen. Eine Mulchschicht kann zusätzlich dabei helfen, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten.

Jetzt schon an kühle Nächte denken

Auch wenn der September tagsüber noch sommerlich warm sein kann, werden die Nächte zunehmend kühler.

Vor allem wärmeliebende Pflanzen wie Tomaten, Paprika, Gurken und Physalis reagieren empfindlich auf niedrige Temperaturen.

Noch besteht kein Grund, den Garten vorschnell „winterfest“ zu machen. Aber es lohnt sich, die Wettervorhersage im Auge zu behalten und sich langsam darauf einzustellen, dass die Gartensaison für einige wärmeliebende Pflanzen ihrem Ende entgegengeht.

Schnecken bleiben ein Thema

Mit zunehmender Feuchtigkeit und kühleren Temperaturen können auch Schnecken wieder aktiver werden.

Gerade junge Herbstpflanzen und frisch ausgesäte Kulturen sind gefährdet. Deshalb lohnt es sich, die Beete weiterhin regelmäßig zu kontrollieren.

Besonders nach feuchten Nächten oder Regentagen lohnt sich ein Blick unter Blätter, Bretter oder andere Verstecke.

Noch ist Zeit – aber der Herbst kommt

Der September ist kein Monat zum Zurücklehnen, aber auch noch lange kein Monat für den großen Gartenputz.

Viele Pflanzen stehen noch mitten in ihrer Entwicklung und liefern uns weiterhin reichlich Gemüse. Gleichzeitig beginnt sich der Garten langsam zu verändern.

Jetzt heißt es deshalb: ernten, was reif ist, pflegen, was noch wächst, und dort, wo Platz entsteht, schon an die nächste Kultur denken.

Und vielleicht ist genau das eine der schönsten Seiten des Gartens: Während wir noch die letzten Tomaten des Sommers genießen, wächst an anderer Stelle bereits das erste Herbstgemüse heran. 🌱🍅🍂

Unsere September-Checkliste

☑️ Reifes Gemüse regelmäßig ernten
☑️ Tomaten, Paprika und Zucchini weiter abernten
☑️ Kürbisse auf ihre Reife kontrollieren
☑️ Wurzelgemüse und Kohl weiterwachsen lassen
☑️ Herbstgemüse wie Feldsalat oder Spinat aussäen
☑️ Frei werdende Flächen mit Gründüngung nutzen
☑️ Bodenfeuchtigkeit weiterhin kontrollieren
☑️ Wettervorhersage und erste kalte Nächte im Blick behalten
☑️ Herbstkulturen vor Schnecken schützen

Unser Tipp: Nutze den September noch einmal richtig aus! Der Garten hat jetzt unglaublich viel zu bieten – und mit ein bisschen Planung kannst Du Dir sogar noch eine schöne Ernte für den Herbst sichern. 🌱

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